Kultur Politik Welt

Zwerge, ein Hitler-Mikrofon und ein Radiomuseum

Zum Welttag des Radios: Zeitreise durch das deutsch-polnische Breslau/Wroclaw

Altes Radio ©pixabay – makamuki0

Vor dem Zweiten Weltkrieg schrieb das deutsche Breslau mit seinem Radio Rundfunkgeschichte. Nach dem Krieg blieb das inzwischen polnische Wroclaw ein Hort von Kultur und zivilem Ungehorsam. Auch die jüdische Gemeinde lebte wieder auf. Aus meinem Archiv zum Welttag des Radios. Am 13. Februar 1946 sendete das United Nations Radio zum ersten Mal.

Breslau, SRF2, 16. Oktober 2016
Kultur Welt

Symbole für das Überleben

Vor 60 Jahren: Rettung von tschechischen Torarollen nach London

Festgottesdienst mit Torarollen ©Louise Morris Photography

1564 Torarollen aus der Tschechoslowakei wurden am 5. Februar 1964 in die Westminster-Synagoge in London gebracht. Dort restauriert und an jüdische Gemeinden in der ganzen Welt als Dauerleihgabe weitergegeben. Den 60. Jahrestag ihrer Ankunft feierten die Westminster Synagogue und die Stiftung Memorial Scrolls Trust mit einem Festgottesdienst.

Zum Radiobericht

Frauen Kultur Porträt

Als Berlin noch wirklich links war

Die Berliner Filmemacherin Renate Sami ist tot.

Renate Sami ©privat

Renate Sami

Mai 1935 – 24.12.2023

Renate Sami hat die 68er ebenso miterlebt wie das bleierne Deutschland der 1970er Jahre. Und nicht nur miterlebt: Sie engagierte sich in linkspolitischen Kreisen. Sie war nicht nur Filmemacherin, sondern auch Darstellerin und Drehbuchautorin und kannte sich mit Kamera aus.

Gastbeitrag Kultur Muslimische Welt Welt

Terror gegen Christen in Nigeria

Gastbeitrag von Volker Seitz anlässlich des „Weltverfolgungs­index“ 2024

Altar in Nigeria ©Rebecca Hillauer

Christen werden in vielen Ländern wegen ihres Glaubens verfolgt. Der „Weltverfolgungsindex“ listet jedes Jahr die 50 Länder auf, in denen Christen am meisten gefährdet sind. Zudem wird beschrieben, wie Verfolgung und Diskriminierung konkret aussehen und sich auswirken. Nigeria ist auch in diesem Jahr wieder in den obersten Plätzen zu finden.

Kultur Welt

Notiz nicht von unterwegs

Heute ist das jüdische Neujahr der Bäume.

Buch von ©Susanna Erber

Tu BiSchwat (ט״ו בִּשְׁבָט) ist ein jüdischer Feiertag, der am 15. Tag des hebräischen Monats Schewat begangen wird. In diesem Jahr 2024 von Sonnenuntergang am 24. Januar bis Abend des 25. Januar. Der Tag wird auch Rosch HaSchanah La’Ilanot (ראש השנה לאילנות) genannt, wörtlich „Neues Jahr der Bäume“. In Israel gilt er als Tag des ökologischen Bewusstseins – und zur Feier des Tages werden Bäume gepflanzt.

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Notiz von unterwegs

Begegnung: Montana-Literatur, Robbie Robertson und Haida Gwaii

Bozeman_Montana_USA_Rebecca-Hillauer
Toms Merkzettel @privat

Mein Bus fährt erst um 3:45 Uhr morgens. Ich vertreibe mir die Zeit mit einem Spaziergang. Kaufe spontan in einen Second Hand-Buchladen The Bean Trees von Barbara Kingsolver, das mir Liesl in Watchapreague, Virginia, letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hatte, und das dann auf mysteriöse Weise verschwunden war.
Beim Weitergehen lassen mich die Klänge indigener Musik an einer Haustür klingeln. Tom öffnet und bittet mich nach ein paar Sätzen herein. Die nächsten zwei Stunden vergehen wie im Flug.

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Notiz von unterwegs

9. August: Internationaler Tag der indigenen Völker.

Milo Yellow Hair, 73, lebt im Pine Ridge Reservat in South Dakota. 1992 traf er auf der Anti-Atom-Konferenz in Salzburg die beiden Grünen-Mitbegründerinnen Petra Kelly und Eva Quistorp. „Sie und der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky gaben uns Indianern als erste die Chance, unsere Sache in Europa zu vertreten“, sagt Yellow Hair.

Pine-Ridge-Reservation_South-Dakota_USA_Rebecca-Hillauer
Milo Yellow Hair ©Rebecca Hillauer
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Rote Ameisen-Hosen und ein Musikfestival

Wie eine Damenhosenfabrikantin andere Frauen und ländliche Gemeinden fördert.

Festivalgründerin Sarah Calhoun ©RAP Music Festival

Sarah Calhoun produziert im US-Bundesstaat Montana Damenarbeitshosen mit dem Namen Red Ants Pants: Rote Ameisen-Hosen. Aber nicht nur die Hosenmarke ist bekannt: Jedes Jahr Ende Juli zieht das Red Ants Pants Music Festival, ebenfalls von Calhoun gegründet, Tausende Besucher an. Die Erlöse fließen in Förderprojekte für Frauen und Mädchen sowie ländliche Familienbetriebe.