Frauen Welt

Kanada: Valentinstag-Marsch gegen Gewalt

Der alte Fall eines Frauenmörders bekommt neue Relevanz.

Plakatwand mit 48 vermissten Frauen ©Polizei Vancouver

Seit 1992 organisieren Indigene in Vancouver am Valentinstag einen Gedenkmarsch für die ermordeten und vermissten indigenen Frauen in Kanada. Unter ihnen Opfer des Serienmörders Robert Pickton. Nun will die Polizei Beweisstücke in noch ungelösten Fällen entsorgen. Es werden heute in Vancouver also viele marschieren.

Frauen Kultur Porträt

Als Berlin noch wirklich links war

Die Berliner Filmemacherin Renate Sami ist tot.

Renate Sami ©privat

Renate Sami

Mai 1935 – 24.12.2023

Renate Sami hat die 68er ebenso miterlebt wie das bleierne Deutschland der 1970er Jahre. Und nicht nur miterlebt: Sie engagierte sich in linkspolitischen Kreisen. Sie war nicht nur Filmemacherin, sondern auch Darstellerin und Drehbuchautorin und kannte sich mit Kamera aus.

Frauen Politik USA

Vermisste und ermordete indigene Frauen in den USA

Spurensuche in einem der ärmsten Reservate der USA

Mord ist die dritthäufigste Todesursache von Indigenen in den USA. Vor allem werden viele Frauen ermordet oder als vermisst gemeldet. Die Gründe sind vielfältig. Alkohol und Drogen spielen fast immer eine Rolle. Auch Männer und Jungen werden Opfer. Besonders betroffen ist das bitterarme Pine Ridge Reservat im Bundesstaat South Dakota.

Vermisste und ermordete indigene Frauen, ORF Ö1, 30. November 2023
Frauen Politik USA

45 Jahren nach dem Mord an Lisa Hullinger

Damals „ein Verbrechen aus Leidenschaft“: heute häusliche Gewalt.

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©L.A. County Sheriff’s Department

Lisa Hullinger aus Ohio wurde am 25. September 1978 von ihrem Ex-Freund in Deutschland ermordet. Also vor 45 Jahren. Ihre trauernden Eltern gründeten die Selbsthilfeorganisation Parents of Murdered Children (Eltern ermordeter Kinder). Im Jahr 2007 erklärte der US-Kongress den 25. September zum Nationalen Gedenktag für Mordopfer.

Frauen USA

Notiz von unterwegs

Erster Jahrestag einer indigenen Tragödie

Nyvelle Quick Bear ©privat

Vor einem Jahr, am 15. September 2022, wurde die 27-jährige Nyvelle Quick Bear im Pine Ridge Reservat in South Dakota von ihrem Freund ermordet. Sie ist eine von vielen Missing and Murdered Indigenous Women (MMIW) in den USA und Kanada. Das Team von Oglala Sioux Tribe Victim Services betreut Angehörige und Überlebende.

Frauen Politik USA

Vermisste und ermordete indigene Frauen

Indigene Biker-Aktivistinnen: Fahren für Schwester und Töchter

Vor einer weißen leeren Wand stehen 16 Frauen, gekleidet in traditionelle Gewänder ihrer jeweiligen Stämme. Rot und schwarz sind die dominierenden Farben. Kaum zu glauben, denke ich, dass diese Frauen noch vor einem Tag in dicken schwarzen Motorradanzügen steckten.

Frauen Kultur Reisen USA

Rote Ameisen-Hosen und ein Musikfestival

Wie eine Damenhosenfabrikantin andere Frauen und ländliche Gemeinden fördert.

Festivalgründerin Sarah Calhoun ©RAP Music Festival

Sarah Calhoun produziert im US-Bundesstaat Montana Damenarbeitshosen mit dem Namen Red Ants Pants: Rote Ameisen-Hosen. Aber nicht nur die Hosenmarke ist bekannt: Jedes Jahr Ende Juli zieht das Red Ants Pants Music Festival, ebenfalls von Calhoun gegründet, Tausende Besucher an. Die Erlöse fließen in Förderprojekte für Frauen und Mädchen sowie ländliche Familienbetriebe.

Frauen Kultur Porträt USA

Als deutsche Rabbinerin in Arizona

Die Rabbinerin Anemone Nitzan Stein-Kokin

Die Sicherheitslage für jüdische Gemeinden hat sich auch in den USA deutlich verschlechtert. Anemone Nitzan Stein Kokin spürt das deutlich. Die gebürtige Karlsruherin leitet die konservativ-liberale Masorti-Gemeinde Beth El in Phoenix, Arizona.

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