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Stiere ins Meer

Nahe Valencia werden jedes Jahr im Juli Bullen und Kühe zur Belustigung ins Meer getrieben.

Im Juli findet nahe Valencia noch ein anderes „Stierfest“ statt.

Beim „Bous a la Mar“ in Dénia jagt eine Menschenmenge Stiere und Kühe durch die Straßen, mit dem Ziel, sie dazu zu bringen, ins Meer zu springen. Die Tiere geraten nicht nur in Stress und Panik, einige sind auch ertrunken.

Auf ihrer Webseite schildert die Tierrechtsorganisation Cas International in einem Text, den ich hier übersetze, was bei dem „Stierfest“ passiert, das in diesem Jahr vom 3. bis 12. Juli stattgefunden hat:

„Die Veranstaltung beginnt auf einem Platz in Dénia, wo die Stiere und Kühe in einem Gehege warten. Sobald sich das Tor öffnet, werden sie dazu gezwungen, durch die Straßen zu laufen – umgeben von lauter Musik und einer johlenden Menge. Sie treibt die Tiere in Richtung Hafen, wo direkt am Wasser eine provisorische Arena errichtet worden ist.

Dort vergnügen sich die Zuschauer damit, die Stiere und Kühe mit nassen T-Shirts, Fahnen und leeren Flaschen in Richtung der Kaimauer zu treiben. Ziel ist es, die Tiere dazu zu bringen, ins Meer zu springen. Im Wasser angekommen, werden sie von Menschen umringt, die um sie herumschwimmen und sie in Richtung kleiner Boote drängen. Von dort aus sollen die Tiere „sicher“ wieder an Land gebracht werden.“

Ein gemeinsames Team von Cas International und AnimaNaturalis hat – wie beim San Fermín-Fest in Pamplona – das Treiben in Denía am 4. und 5. Juli gefilmt.

Die Bilder fangen nur wenige Momente aus einer Woche ein, in der dieselben Tiere wieder und wieder eingesetzt werden – während sie unter Erschöpfung und ständigem Stress leiden. In Todesangst rudern sie im Meer und verzweifelt versuchen, sich über Wasser zu halten. Manche bezahlen dies mit ihrem Leben: In Dénia geschah dies zuletzt 2023. Ein Stier ertrank. CAS International und AnimaNaturalis forderten die Gemeinde daraufhin auf, „Bous a la Mar“ vollständig einzustellen. Das hat sie war nicht getan, doch hat die Gemeinde sich dazu entschieden, die Veranstaltungen am Nachmittag zu streichen – und somit die Anzahl der Durchgänge zu halbieren. Das Einsetzen von weniger Tieren und das Verzichten von Läufen in der heißesten Tageszeit stellte sie als Maßnahme zur Verringerung des Tierleids dar.

Im darauf folgenden Jahr 2024 ist ein weiterer Stier bei einer Bous a la Mar-Veranstaltung in der nahegelegenen Stadt Xàbia ertrunken.

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