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Als die Frauenbewegung noch Courage hatte

Vor 50 Jahren erschien die Nullnummer der feministischen Berliner Frauenzeitung Courage.

„Gutes altes“ Berlin #2: Frauenzeitschrift Courage

©Verein zur Förderung von Frauenpolitik Niedersachsen

Vor 50 Jahren, am 17. Juni 1976, erschien die Nullnummer der Berliner Frauenzeitung „Courage“. Die Macherinnen waren die ersten, die Feminismus als Querschnittsthema behandelten – und damit den Weg für Gender-Mainstreaming in den Medien bereiteten.

Drei Monate später folgte das erste „richtige“ Courage-Heft. „In eigener Sache“ hieß es, Namensgeberin sei nicht die Mutter Courage von Berthold Brecht, die nichts aus ihren Fehlern lernt, sondern die Courasche des von Grimmelshausen – als „Sinnbild für die kämpferische selbstständig handelnde Frau“.

Mein RBB-Feature zum 40. Jubiläum:

Zum 50ten: Zum Kurzbeitrag

50 Jahre Courage: Am 22. Juni 2026 feiern ehemalige Courage-Macherinnen dieses Jubiläum in Berlin mit Podiumsdiskussionen von Weggefährtinnen und feministischen Medienmacherinnen von heute, mit Musik zum Tanzen und einer Fotoaktion mit Hut. Die Organisation hat der Verein zur Förderung von Frauenpolitik in Niedersachsen übernommen, dessen Vorsitzende Sybille Plogstedt die Courage mitbegründete. Auf einer extra zum Jubiläum eingerichteten Homepage lassen die Macherinnen von damals ihre Geschichte wiederaufleben, woher sie kamen und wohin sie nach der Courage gingen. Ein kurzes Video zeigt alle noch mal im Potpourri. Sybille Plogstedt fasst es so zusammen: „Die Courage hat unser ganzes Leben bestimmt. Wir alle sind feministisch geblieben. Deshalb feiern wir.“

Seit 2016 lobt der Journalistinnenbund einen Courage-Preis aus für aktuelle Berichterstattung. Ein Ziel, an dem die Zeitschrift gescheitert war.

Die gesamten Courage-Hefte sind online archiviert und nachlesbar.

Treffen beim 45. Jubiläum ©Verein zur Förderung von Frauenpolitik in Niedersachsen

PS: Die Überschrift für diesen Artikel habe ich von der Veranstaltung zum 30. Jubiläum der Courage kopiert, weil ich sie einfach genial finde.

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