Reisen Welt

Roadtrip 🚗: Route 1, Ende

Nach vier Monaten endet die erste Route meines Roadtrips.

Berlin – Spanien – Portugal. Bald bin ich wieder zurück.

Vier Monate waren wir auf Tour. Und das Roadtripping sollte nach Plan eigentlich enden. Doch nun werde ich nach einer Unterbrechung einfach weiter machen. Deshalb fliege ich zurück nach Berlin, während mein VW Polo in Odeceixe bleibt.

Mein „roter Blitz“ bleibt in Portugal ©Rebecca Hillauer

Als wir am 13. Januar in Berlin starteten, habe ich im Grunde meines Herzens daran gezweifelt, ob wir beide es tatsächlich nach Südspanien und dann bis an die Westküste nach Portugal schaffen würden. Doch wir taten es – mit Bravour. Mein VW Polo benötigte in dieser Zeit nur zwei kleinere Reparaturen, die mir 120 Euro abverlangten. Plus natürlich Benzin, das mit Verweis auf die Schließung der Straße von Hormus im Lauf der Monate immer teurer wurde.

Beim „Auf Wiedersehen“ in Odeceixe werfe ich noch einen Blick auf den Kilometerstand: 299.703. Aus Neugier vergleiche ich diese Zahl mit der in einem Post, den ich schrieb, als wir Ende Januar an unserem ersten längeren Aufenthaltsort, dem Weiler El Gor in Andalusien, ankamen. Ich lese:

Kilometerstand: 295.543 km
Gefahrene Kilometer seit Berlin: rund 3.207 km

Seitdem bin ich also mehr als 4.000 weitere Kilometer gefahren. Und das mit einem Auto, das im September 35 Jahre alt wird. Wir beide werden ihren Geburtstag gebührend ausfahrend feiern. Aufmerksam Lesende werden sich nun fragen: Warum schreibe ich „ihren“ Geburtstag? Weil dieses Auto eben eine „sie“ für mich ist, obwohl „ihr Spitzname „roter Blitz“, den sie von mir bekommen hat, im Deutschen männlich ist. Und „das Auto“ grammatikalisch sächlich. Sie? Er? Es? Wen kümmert es? Meine „rote Blitzin“ (*lach*) und ich sind also voll im Trend [Satire aus, Anmerkung] und das bereits, seitdem ich sie mein eigen nenne – als seit mehr als zwanzig Jahren.

Da fährt sie nun, meine Gefährtin auf vier Rädern…
und entschwindet langsam meinem Blick ©Rebecca Hillauer

Nun wird sie also in Portugal auf mich warten, bis ich Anfang August zurückkehre, um nochmals auf Kater Rocky Balboa aufzupassen und den wunderschönen Garten zu gießen. Etwas wehmütig blicke ich meiner treuen Gefährtin nach, als sie, von anderen fürsorglichen Händen gesteuert, langsam meinem Blickfeld entschwindet.

Dieser Beitrag entstand in Eigenproduktion. Unterstützen Sie mich, unabhängig zu arbeiten, mit einer Spende. Vielen Dank.