25. April: Portugal feiert seinen Weg zu einer Demokratie.

Am 25. April 1974 entmachtete das Militär in Portugal den seit 1933 regierenden Diktator António de Oliveira Salazar. Der Militärputsch verlief weitgehend widerstandslos, vier Menschen starben.
Die Revolution bedeutete auch das Ende des Portugiesischen Kolonialkriegs in Angola, Mosambik und Guinea-Bissau, wodurch diese letzten großen Überseegebiete einer europäischen Kolonialmacht 1975 ihre Unabhängigkeit erlangten. Der Name Nelkenrevolution (portugiesisch; Revolução dos Cravos) geht auf die roten Nelken zurück, die Bürgerinnen und Bürger als Symbol ihrer Unterstützung den aufständischen Soldaten in die Gewehrläufe steckten.
Das Volkslied „Grandola, Vila Morena“ (Grandola, braune oder braungebrannte Stadt) wurde zur Hymne der Revolution, es besingt die Solidarität der Landarbeiter, indem es auf die Werte der Französischen Revolution – Gleichheit und Brüderlichkeit – anspielt.