Buddhistische Mönche auf Pilgerreise

3.700 Kilometer weit und 120 Tage lang wollen buddhistische Mönche quer durch die USA wandern. Auf ihrer Pilgerreise laden sie Menschen ein, Momente der Besinnung und des Gebets zu teilen.
Auf ihrer Reise, die sie am 26. Oktober 2025 in Fort Worth, Texas, begonnen haben, werden die Mönche des Huong Dao Vipassana Bhavana Center zehn US-Staaten durchqueren. Sie machen in deren Hauptstädten Halt, an historischen Sehenswürdigkeiten und in lokalen Gemeinden. Weihnachten feierten sie mit Hunderten Gläubigen in einer Kirche in Opelika, Alabama, bei einer geführten Meditation. Nach 120 Tagen wollen sie die Hauptstadt Washington erreichen und ihre Reise dort am Kapitol beenden.
Wo die Mönche gerade wandern bzw. ihr Nachtquartier aufschlagen, kann man online aus einer Landkarte live ersehen. Auf Facebook folgen den Pilgen inzwischen 1,6 Millionen Menschen.

Sogar beim konservativen Fernsehsender Fox News sind die Mönche seit Wochen DIE Nachricht, die die Zuschauer hören und sehen wollen, berichtet der Reporter, als die Pilgerer Atlanta im Südstaat Georgia erreichen. Auch hier stehen an den Straßen Tausende Menschen Spalier, um den Mönchen Wasser und Essen sowie Blumen zu geben – und Aloka, dem vierbeinigen Mitwanderer einige Leckerli.

Nachschlag:
Aloka, der treue Begleiter der Mönche, hat inzwischen bereits 700.000 Follower auf Facebook. Am 12. Januar, ein Tag, bevor mein Beitrag über ihn und die Mönche im Schweizer Rundfunk läuft, muss Aloka sich einer Operation unterziehen. Der ehemalige Straßenhund, der den Mönchen vor Jahren bei einer Pilgereise in Indien zulief und nicht mehr von ihrer Seite wich, hat sich auf dem langen Marsches am Bein verletzt. Er hat den Eingriff gut überstanden, darf den restlichen Weg aber nur in kleinen Etappen mit bestreiten. Das Wiedersehen mit den Mönchen nach der Operation fiel entsprechend freudig aus.


