Von unterwegs

Gerechtigkeit für Anna Mae Aquash?

Die indigene Aktivistin wurde vor 50 Jahren ermordet.

Anna Mae Aquash ©Denise Pictou Maloney

Aquash wurde gekidnappt, verhört und hingerichtet, weil sie angeblich eine FBI-Informantin gewesen sein soll. Bis heute fordern Angehörige eine Aufklärung über die Hintermänner. Der Streamingdienst Hulu zeigt eine Doku-Serie über ihre Geschichte. Mehr hier.

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Zwischen Bleichungscremes und Wachsprint

Afrikas Eliten und ihr Blick nach Weiß

Noch immer bleichen viele Afrikanerinnen ihre Haut, um einem vermeintlichen Schönheitsideal nachzueifern und kaufen westliche Luxusmarken. Afrikanische Briefmarken zeigen weiße Prominente. Ein Gastbeitrag. Mehr hier.

Pionierin der Solartechnik

125. Geburtstag der Biophysikerin Mária Telkes

Am 12. Dezember 1900 in Budapest geboren, wurde Mária Telkes in den USA berühmt als „Sonnenkönigin“. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte sie einen tragbaren Solar-Destillierapparat und 1948 eines der ersten solarbeheizten Wohnhäuser. Mehr hier.

Unterwegs: Oatman, die Esel-Stadt in Arizona

Wild-West wiederbelebt in einer alten Goldgräberstadt

Bevor ich Las Vegas verlasse, fahre ich noch nach Oatman, berühmt für seine wilden Esel. Wegen ihnen zieht es Scharen von Menschen in die abgelegene Wüstenregion. Es findet auch ein legendäres Revolver-Duell statt. Mehr hier.

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Die Welt ist groß, und ihr werdet nie ankommen.“

Phillip Soupault

Unterwegs

Vom kühl-frischen Pazifischen Nordwesten der USA bin ich ins Gegenteil umgezogen: in das wüstenhafte trockene Klima von Süd-Utah. Um diese Jahreszeit, im Spätherbst, ist es tagsüber noch relativ warm, die Nächte sind aber kalt. Heute Abend regnet es. Ich hoffe, nicht zu viel, denn vor kurzem war nach einem Starkregen die Pferdekoppel überschwemmt.

Der Ort, New Harmony, hat nicht einmal 300 Einwohner, aber ein relativ großes Gebäude der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, sprich der Mormonen-Kirche. Wie könnte es auch anders sein? Immerhin ist in Salt Lake City, der Hauptstadt von Utah, doch immerhin der weltweite Hauptsitz der Glaubensgemeinschaft. Ein Schild an der Hauptstraße heißt Besucher im „Historischen New Harmony“ willkommen. Ich muss er noch raus finden, was mit „historisch“ gemeint ist, außer manchen Häusern. Ich sehe Pferde auf Koppeln und weiß, dass viele Einwohner Rinder haben. Sie grasen aber auf den ausgedehnten Grundstücken, auf denen man wandern kann, wenn man die Bitte der Eigentümer befolgt: „Rinder grasen. Bitte Tor schließen und auf Pfad bleiben.“ Gleich neben dem Haus, in dem ich wohne, ist das kleine Postamt. Von der Veranda auf der Rückseite des Hauses aus kann ich den Kolob Canyon sehen, einen Teil des Zion-Nationparks. Die rötlichen Felsen nehmen je nach Tageszeit und Wetter ein andere Farbe an. Ich passe auf zwei Hunde, ein Pferd und ein Pony auf, und stelle mal wieder fest: Ich liebe das abgelegene Landleben. Bin ich auf dem Weg zum Cowgirl?